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20
Apr
10

Aurorafalter Anthocaris cardamines

Aurorafalter - Anthocaris cardamines

Schmetterlinge – Falter – Tagfalter – Weißlinge – Aurorafalter – Dudweiler – Sulzbachtalaue – Schmetterlingsfotos – Schmetterlingsbilder – Anthocaris cardamines – Wiesen-Schaumkraut – April – Aurora – römische Göttin – Morgenröte – Göttin der Morgenröte


Auf der Jagd nach dem Aurorafalter
Anthocaris cardamines

In der Samstagsausgabe der Saarbrücker Zeitung gab es am 10./11. April 2010 unter der Überschrift „Auf rastloser Brautschau“ einen schönen Artikel über den Aurorafalter.

Den nach Aurora, der römischen Göttin der Morgenröte benannten Falter kannte ich bis dahin nur von Fotos. In dem Artikel war unter anderem zu lesen, dass das Weibchen (welches eher unauffällig ist, da es anders als das Männchen keine orangefarbenen Flügelspitzen besitzt) die Eier an Kreuzblütengewächsen ablegt mit einer besonderen Vorliebe für das Wiesen-Schaumkraut.

Da entlang der Sulzbachtalaue in Dudweiler große Wiesen-Schaumkraut-Bestände zu finden sind, hielt ich in der Folgezeit intensiv Ausschau nach dem Aurorafalter. Am Montag und Dienstag war es regnerisch und arg kalt, also absolut kein Schmetterlings-Wetter. Am Mittwoch besuchte ich die Sulzbachtalaue und prompt begegnete mit ein Aurorafalter-Männchen. Auf einer etwa fünfzig Meter langen Strecke, die dicht mit Wiesen-Schaumkraut bewachsen ist, flog der Falter hin und her und hin und her und hin und her, offenbar auf Brautschau. Mehrfach flatterte er direkt an mir vorbei, aber leider setzte er sich kein einziges Mal nieder, so dass sich keine Gelegenheit zum Fotografieren bot. Am Donnerstag war es etwas kühler und nirgendwo war ein Aurorafalter zu sehen. Am Freitag war das Wetter sehr schön und wieder flatterte ein Auroramännchen rastlos über die Wiesen-Schaumkraut-Bestände. Gestern (Montag, 19. April) war ich mit einem Kamerateam vom Fernsehen auf dem Dudweiler Anger und das Erste, was ich sah, war ein Aurorafalter-Männchen (die Dreharbeiten hatten nicht das Geringste mit Schmetterlingen zu tun).

Heute – Dienstag, 20. April 2010 – war dann endlich mein großer Aurorafalter-Tag. Auf der Sulzbachtalaue sind mir fast ein Dutzend Autorafalter begegnet und ich konnte sowohl einige Männchen als auch ein Weibchen aus nächster Nähe fotografieren.

Der Aurorafalter gehört zu den Weißlingen. Seine Flugzeit erstreckt sich laut Settele u.a. von April bis Juni. Der Aurorafalter ist nirgends in Deutschland gefährdet.

Wie im Text geschildert, entstand die Aufnahme am 20. April 2010 auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler.

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04
Jan
10

Schmetterling Kurzschwänziger Bläuling Cupido argiades

Schmetterling Kurzschwänziger Bläuling Cupido argiades

Schmetterling Kurzschwänziger Bläuling Cupido argiades

Schmetterling Kurzschwänziger Bläuling Cupido argiades

Heute (21. August 2009) hat die Zahl der Aufrufe dieses Blogs die 1000er-Marke überschritten. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Zur Feier des Tages präsentiere ich einen Schmetterling, der sicherlich nicht allgemein bekannt ist. Dass es sich um einen Bläuling handelt, sieht man leicht. Und wer sich ein wenig mit Schmetterlingen auskennt, wird leicht bemerken, dass es sich nicht um eine der üblichen Bläulingsarten handelt.

Mit Hilfe meines Schmetterlingsführers (Settele u.a. (2009): Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands. 2. Auflage, Ulmer Verlag) konnte ich das schöne Exemplar leicht identifizieren. Es handelt sich um den Kurzschwänzigen Bläuling (Cupido argiades).

Diese Art ist – laut meinem Schmetterlingsführer – in der Oberrheinebene derzeit gut vertreten und nicht gefährdet. In Folge einiger überdurchschnittlich warmer Jahre konnte der Kurzschwänzige Bläuling sich sogar stark ausbreiten und hat in der letzten Zeit mehrere Bundesländer wiederbesiedelt, für die lange Zeit Nachweise fehlten. Noch nicht vertreten ist er – laut meinem Schmetterlingsführer – in Nordrheinwestfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Die Aufnahme entstand am 13. August 2009 auf dem Dudweiler Anger. Der 13. August war ein regnerischer Tag. Und an einem Regentag erwartet man eigentlich keine Schmetterlinge. Wenn man aber über eine Wiese wandert, kann man doch den ein oder anderen aufschrecken. Dann muss man ihm nur folgen und wenn er sich niederlässt, ganz vorsichtig nähern. Und weil das Tier dann ziemlich träge ist, kann man mit etwas Glück eine richtige Fotosession veranstalten. Mit diesem Exemplar sind mir gleich mehrere sehr gute Fotos gelungen, und zwar an verschiedenen „Rastplätzen“. Das war eine angemessene Entschädigung dafür, dass ich an jenem Tage durchnässt nach Hause kam.

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Der 13. August erweckt noch andere Erinnerungen, nämlich an den Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961. Zu diesem Thema habe ich einen Buchtipp:

Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten
Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle
ISBN 978-3-939937-08-1

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04
Jan
10

Schmetterling Mauerfuchs Lasiommata megera

Schmetterling Mauerfuchs Lasiommata megera

Schmetterling Mauerfuchs Lasiommata megera

Schmetterling Mauerfuchs Lasiommata megera

Auch heute (7. August 2009) ist mir eine neue Schmetterlingsart vor die Linse gekommen. Mit Hilfe meines vorgestern erworbenen Schmetterlingsführers (Settele u.a.: Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands. 2. Auflage. Ulmer Verlag, 2009) konnte ich rasch ermitteln, dass es sich um einen Mauerfuchs (Lasiommata megera) handelt.

Der Mauerfuchs trägt seinen Namen offenkundig nicht zu Unrecht. Denn er sitzt gerne auf Felsen, Mauern oder einzelnen Steinen. So verwundert es auch nicht, dass ich ihn an einem der großen Steinblöcke entdeckt habe, die am Dudweiler Anger den Spielplatz mit Kletterwand abtrennen. Er saß dort an den Stein geklammert und ein bisschen durch Grashalme verdeckt. Gottseidank konnte ich einige Grashalme zur Seite schieben, ohne dass er davonflatterte.

Auf dem Foto kann man sehen, dass dies wohl eine Mauerfüchsin war, die gerade ein Ei abgelegt hat. Sie ist dann davongeflogen und auf einem Grashalm in Mauernähe gelandet. Bis ich dorthin kam, war sie schon wieder weg, aber auf dem Grashalm konnte ich ganz deutlich ein Ei erkennen.

Der Mauerfuchs gehört zur Familie der Edelfalter und – wie man leicht erkennen kann – zur Unterfamilie der Augenfalter.

Systematik nach Wikipedia

Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Augenfalter (Satyrinae)
Gattung: Lasiommata
Art: Mauerfuchs

Wissenschaftlicher Name
Lasiommata megera
(Linnaeus, 1767)

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Die Aufnahme entstand am 7. August 2009 auf dem Dudweiler Anger.

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Den erwähnten Schmetterlingsführer
Settele u.a.: Schmetterlinge. Die Tagfalter Deutschlands. 2. Auflage. Ulmer Verlag, 2009
kann ich übrigens wärmstens weiterempfehlen. Er enthält zwar nur die Tagfalter, aber diese sind bestens beschrieben und für die meisten praktischen Zwecke dürfte das Buch zur Bestimmung ausreichen (dies gilt natürlich nicht für sehr ähnliche Arten, die lediglich durch Spezialisten exakt bestimmt werden können).
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30
Jul
09

Schmetterling Goldene Acht

Schmetterling Goldene Acht

Schmetterling Goldene Acht

Ein Schmetterling-Gedicht

Goldene Acht
© Kathrin Sehland

Von Blüte zu Blüte sacht,
viel Zeit im Klee verbracht,
ein gelber Falter voll Pracht,
gleitest bei Tag, nicht zur Nacht,
auf den Hinterflügeln lacht
eine gelborange Acht,
so wurde der Name erdacht.

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Die Goldene Acht (Colias hyale)

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Das Foto entstand am 29. Juli 2009 auf dem Dudweiler Anger.
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21
Jul
09

Schmetterlinge Landkärtchen Sommergeneration

Schmetterlinge Landkärtchen Sommergeneration

Schmetterlinge Landkärtchen Sommergeneration

Heute (21. Juli 2009) ist mir zum ersten Mal ein Landkärtchen (Araschnia levana) begegnet. Da wir uns in der zweiten Julihälfte befinden, handelt es sich um ein Exemplar der Sommergeneration. Landkärtchen haben die interessante Eigenschaft, dass die 1. Generation, die in der 2. Aprilhälfte schlüpft, anders aussieht als die 2. Generation, die Mitte Juli erscheint. Dieser Saisondimorphismus wird durch die Temperatur und die Tageslänge gesteuert.

Die Saisonunterschiede in der Zeichnung und Färbung sind auf der Flügelunterseite – die wir hier sehen – nicht so stark wie auf der Flügeloberseite. Auf der Flügeloberseite unterscheiden sich die Saisonvarianten so stark, dass man ohne entsprechende Kenntnisse niemals auf die Idee käme, dass es sich um ein und dieselbe Art handelt.

Leider ist auch dieses Exemplar ein bisschen zerrupft. Ich hoffe, dass ich bald mal ein unbeschädigtes Exemplar antreffe, das sich zudem auch noch bereitwillig ablichten lässt.

Wikipedia weiß zu berichten, dass das Landkärtchen zum Schmetterling des Jahres 2007 gewählt wurde.

Mein Schmetterlingsführer „Schmetterlinge Der etwas andere Naturführer“ von Michael Lohmann (blv) weiß zu berichten, dass das Landkärtchen zu den ganz wenigen Tagfalterarten gehört, die in den letzten Jahrzehnten ihr Verbreitungsgebiet erweitern konnten. Gleichwohl kommt es nicht besonders häufig vor.

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Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Fleckenfalter (Nymphalinae)
Gattung: Araschnia
Art: Landkärtchen

Wissenschaftlicher Name
Araschnia levana
(Linnaeus, 1758)

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Die Aufnahme entstand am 21. Juli 2009 am Wegrand der Sulzbachtalstraße in Dudweiler in der Höhe des Hallenbades.

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Nur wenige Tage später ist mir auf der Sulzbachtalauer wieder ein Landkärtchen begegnet. Das Wetter war nicht besonders gut, es war recht kühl, und das gute Landkärtchen war so träge, dass ich es sich sogar auf meinem Finger niederließ, wo ich es in aller Ruhe fotografieren konnte.

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